Traut euch. Findet euch. Und redet!

„Daria, du hast immer so tolle Ideen!“ das habe ich oft gehört. Jedes Mal freue ich mich und fühle mich geschmeichelt. Dabei sind das gar nicht meine Ideen! Ich lese, informiere und recherchiere sehr viel. Meist zu Themen, die mich sehr jucken oder, die ich weitergeben könnte. Und was mache ich dann? Ich rede darüber. Viel. Ich teile mich gerne mit. Natürlich hege ich die Hoffnung, dass die aus mir heraussprudelnden Worte, mein Gegenüber auch spannend findet. Wenn es offenkundig passiert: juchu!

Ach ja! Und ich bin begeisterungsfähig. Sehr. Euphorisch mit einer kindlichen Neugierde behaftet, stürze ich mich auf die Themen, die mich bewegen. Oftmals werde ich von Außenstehenden belächelt und nicht ernst genommen. Soll’n sie. Mittelmäßigkeit und ein lethargisches „Ach wieso nicht“ langweilen mich. Dabei trägt jede von uns was wissenswertes, spannendes und kraftvolles in sich. Nur wissen es die wenigsten.

„Bei mir? Nichts neues. Alles beim Alten.“

Glaube ich nicht. Nö nö nö. Wir gewinnen tagtäglich neue Erkenntnisse. Wir stellen uns Fragen und zweifeln oder suchen nach Lösungen. Das ist unser menschliches Naturell. Was uns dann unterscheidet ist, wie laut wir die Fragen wahrnehmen und ihnen nachgehen. Manche sind ungemütlich. Manche machen uns sogar Angst. Unser Herz fängt an zu rasen und wir merken, dass da in uns was passiert. Aber was machen wir dann? Wir setzen das Gefühl zurück. Es ist unbequem. Es zwickt gerade zu. Und trotzdem schaffen es die meisten, sich diesen Fragen nicht zu stellen und laufen Tag für Tag mit diesem unbequemen Gefühl herum. Wie mit einem älterem BH, wo der Metallbügel sich durch den Stoff gebohrt hat. Da dieser sich aber noch so bequem und gewohnt anfühlt, nehmen wir das gelegentliche Gepieckse lieber in Kauf und drücken den Bügel mit dem Daumen wieder in seine Position. Bis er irgendwann während des Waschgangs den Weg aus dem BH findet und das Waschmaschinen-Sieb blockiert (ist mir tatsächlich passiert… ich trage nur noch bügellose BHs).

Lange Metapher, um das Gefühl der selbstgewählten Hilflosigkeit zu beschreiben. Dabei muss es doch gar nicht dabei bleiben.

Kommen wir zurück zu den Frauen, die meinen zu denken, nichts besonderes zum Mitteilen zu haben (an dieser Stelle kurz: die deutsche Sprache ist wunderbar). Wenn eine von euch an einem Problemchen nagt, dann sprich es laut aus! Spricht es dann am besten aus, wenn ihr mit anderen Frauen (meinetwegen auch Menschen anderen Geschlechts) zusammensitzt. Wenn es „die richtigen“ Menschen sind, dann werdet ihr schnell feststellen, dass sie nach gleichen Lösungen suchen oder sie sogar schon in der einen oder anderen Form gefunden haben. It’s Magic sag ich euch!

Ablegen müssen wir falsche Scham und Perfektionismus. Wir zeigen uns verletzlich, wenn wir offen heraus zeigen, dass wir nicht weiterkommen oder Unterstützung benötigen. Und das ist richtig so!!! Kein Mensch wird dich verurteilen, wenn du nach Hilfe fragst! Die einzige Person, die dich verurteilt, bist wahrscheinlich nur du selbst. Diese Erkenntnis wirst du sehr schnell erfahren, sobald du dich einigen Menschen geöffnet hast. 

In der Anonymität liegt der Zauber inne.

Bemerkenswert ist, dass es wahrscheinlich Menschen sein werden, die du noch nicht lange kennst. Mit Menschen, die sich schon länger in deinem Dunstraum bewegen, hast du schon gewisse Verhaltensmuster und Gesprächsmuster etabliert. Wir haben Freunde zum Feiern, zum Philosophieren, zum Sex und zum wöchentlichen Familienausflug. Oft mit Überschneidungen (nennt man manchmal Ehepartner 😉 Vielleicht hat sich mit der Zeit aber auch eine neidvolle Bemerkung in die Freundschaft eingefräst, ein alter Streit ist nicht überwunden usw. Im Laufe der Zeit passiert viel in zwischenmenschlichen Beziehungen. Viele tolle Erinnerungen und Erlebnisse aber auch die ein oder andere unangenehme Geschichte. Oder man weiß (oder denkt zu wissen), welche Meinung, die andere Person zu diesem oder jenem hat. Dadurch hält man sich selbst zurück und kann sich nicht gänzlich öffnen. 

Diese Erfahrungen wurden mir mit meinem WOL (Working out Loud)-Circle bewusst. Nach unserer 12-wöchigen Reise, wo jede von uns an ihrem individuellen Ziel gearbeitet hat, kamen uns unsere wöchentlichen Treffen wie reichhaltige Geschenke vor. Ich für meinen Teil fühlte mich gesehen und verstanden, wie es selten zuvor der Fall war. Ich habe sonst liebevolle Freunde, die für mich da sind und ich sie um Himmels Willen niemals missen möchte. Und doch… 

Wenn man sich in der gleichen Community unter einem konkret benannten Dach mit gewissen Verbindlichkeiten befindet, weiß man zumindest grob, dass die andern ähnliche Bedürfnisse haben müssen. Sie bringen ein ganz anderes Verständnis für die eigenen Themen mit, als Freunde, die wir in anderen Lebenssituationen kennengelernt haben.

Ich plädiere einfach weiterhin ständig und beständig nach mehr Zusammenhalt unter Frauen. Nach mehr Austausch und offene Ohren. Hört euch die Probleme der anderen an. Redet darüber. Ihr gewinnt nicht nur wichtige Erkenntnisse für die anderen sondern auch vor allem für euch selbst. Diese könnt ihr dann weitergeben, die dann auch weitergegeben werden usw. Wenn ihr euch offen und lösungsorientiert einbringt, wird der Kreislauf nicht aufhören, sondern weitere Kreise ziehen. 

Wenn ihr diese Frauen (Menschen) um euch herum nicht habt, dann findet sie. Sie sind da draußen und warten auf euch! Es gibt zahlreiche fantastische Communities, die euer Leben bereichern werden!

Das ist meine Mission. Nachhaltige und bereichernde Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch untereinander und miteinander. Seid mehr Sisters. 

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